BoSt Carp Team

Carpe diem


Der Karpfen (Cyprinus carpio)


Karpfen sind durch zwei Bartfäden am Maul gekennzeichnet. Im Schlund haben sie dreireihige Zähne mit stark ausgeprägten Kauflächen.

Karpfen haben einen verhältnismäßig hohen Körper und einen bräunlichen oder grau schwarzen Rücken. Ihre Körperseiten sind golden bis rostfarbig. Die Färbung des Karpfen ist sehr veränderlich. Karpfen aus Flüssen sind heller, Karpfen aus verschlammten Teichen sind dunkler.

Heute kommt der Karpfen in weiten Teilen Europas und Asiens vor. Wo er von Natur aus heimisch ist, lässt sich aber kaum noch sagen. Schon die Römer schätzten den Karpfen als Speisefisch und führten ihn deshalb in den von ihnen besetzten Gebieten ein.

Karpfen mit Ente

Im Mittelalter wurde der Fisch durch Mönche bis nach Nordeuropa gebracht. Noch heute ist der Karpfen der wichtigste Fisch für die Teichwirtschaft und in neuerer Zeit wurde er deshalb sogar in Sibirien, Nordamerika, teilweise in Südamerika, dann in Australien, Südafrika und Neuseeland verbreitet.

In den Teichen laicht der Karpfen in der Uferregion und überwintert in tieferen Teilen des gleichen Gewässers. In Flüssen unternimmt der Karpfen Wanderungen und laicht an Stellen mit fast stehendem und seichtem Wasser.

Geschlechtsreif werden die Fische meist erst im vierten oder fünften Sommer. Schnell wachsende Zuchtformen können schon im dritten Jahr geschlechtsreif sein. Große Weibchen können bis zu eineinhalb Millionen Eier legen. Erst wenn das Wasser eine Temperatur von mindestens dreizehn Grad hat - meistens aber erst ab einer Wassertemperatur von 18 Grad - wird der Laich auf weichen Pflanzen im Flachwasser abgelegt. Karpfen laichen ratenweise, mehrmals in einem Sommer. Bei einer Temperatur von fünfzehn Grad dauert es fünf Tage bis aus den Eiern Fischchen schlüpfen, bei einer Temperatur von zwanzig Grad nur drei Tage. Die Jungen ernähren sich von Plankton, die Erwachsenen von wirbellosen Tieren und von pflanzlichen Stoffen.

Das D-Rig

An stark befischten Gewässern (Seen und Flüssen) sind die Karpfen sehr, sehr vorsichtig. Beim geringsten Anlass lassen sie den Köder, meist Boilies oder Partikel, wieder los und blasen schneller aus als sie eingesaugt haben.
Um zu verhindern, dass der Karpfen den angebotenen Köder wieder ausspuckt, wird ein D-Rg eingesetzt. Der Köder wird mit Baitband an einem kleinen Ring befestigt, der auf einer D-förmigen Schlaufe (meist aus monofiler Schnur) entlang gleitet.
Wenn der Karpfen den Köder ausbläst, rutscht der Ring zum Hakenöhr. Dadurch entsteht Zugkraft am Hakenöhr, die auf die Hakenspitze direkt einwirkt und den Haken tiefer eindrängen lässt. Die wohl einfachste Art und Weise, einen Haken ans Vorfach zu binden, besteht in der No Knot-Montage. Dazu bindet man anfangs am Ende der Vorfachschnur, welches später das "Haar" wird, eine kleine Haarschlaufe, durch die dann beim Angeln der Boiliestopper gezogen wird.
Das D-Rig eignet sich auch sehr gut für das Fischen mit Pop-Up.

Gruß Stefan


Die Urform des Karpfens

Die Urform des Karpfens wurde vermutlich um 500 v.Chr. aus Asien nach Südeuropa eingeführt. Mit den Römern gelangte er dann nach Mitteleuropa. Christliche Mönche nahmen sich sehr intensiv seiner teichwirtschaftliche Nutzung an und veränderten ihn züchterisch fast nach Belieben. So finden wir heute eine Fülle von Formen vor. Vollständig beschuppte und relativ schlanke Schuppenkarpfen, wenig beschuppte Spiegelkarpfen, nur mit einer Schuppenreihe gezeichnete Zeilkarpfen, schuppenlose Lederkarpfen, oder extrem hochrückige Aischgründer Karpfen. Sie unterscheiden sich auch durch die Widerstandfähigkeit gegenüber Krankheiten, dem Abwachsen und der Vermehrungsrate. Die züchterischen Bemühungen sind noch lange nicht am Ende.
Die genetisch reine Form des Karpfens, der echte Wildkarpfen, darf in Europa als nicht mehr existent betrachtet werden.
Der Karpfen ist einer der wichtigsten Wirtschafts- und Speisefische des Süßwassers.

Merkmale:
Der „moderne“ Karpfen ist von mehr, oder weniger gedrungener Form und je nach Zuchtform vollständig bis gar nicht beschuppt. Er hat einen kegelförmig gestreckten Kopf mit kleinen Augen und ein vorstülpbares Rüsselmaul mit vier Barteln seitlich an der Oberlippe. Das vordere Paar ist kürzer.
Das Farbspiel variiert stark nach Zuchtform und Gewässer. Der erste Strahl der Rückenflosse ist dornartig ausgebildet.
Der Urform nahe stehende Schuppenkarpfen haben entlang der Seitenlinie 33 –40 Schuppen.
Schlundzahnformel: 1.1.3-3.1.1

Lebensräume:
Der Karpfen bevorzugt stehende, ruhige Gewässer mit weichem Boden und einem ausgeprägten Pflanzenwuchs. Man findet ihn aber auch in Flüssen und Strömen, wenn die Bedingungen nicht zu extrem sind.

Größe:
Karpfen wachsen zu erstaunlicher Größe heran. 120 cm Länge und 35 kg Gewicht sind als realistisch zu bezeichnen.

Laichzeit:
Karpfen laichen in der Zeit von Mai bis Juli in größeren Gruppen über flachem, bewachsenen Grund.
Der Karpfen ist in der Lage mehrfach zu laichen! Wegen der oft nicht erreichten und notwendig relativ hohen Durchschnittstemperatur führt das Laichgeschäft nicht immer zu einem Aufwachsen der Brut.
Karpfen können unter optimalen Bedingungen das biblische Alter von 50 Jahren erreichen.
Der größte Teil unserer freilebenden Karpfen entstammt aus Besatzmaßnahmen.

Nahrung:
In freier Natur ernährt sich der Karpfen von so ziemlich allem, was er am Gewässerboden findet. Von Schlammröhrenwürmern, bis hin zu Teichmuscheln, die er mit seinen kräftigen Schlundzähnen knackt wird (fast) nichts verschmäht. Bei Engpässen in der Proteinversorgung vergreift er sich auch an Kleinfischen!

Fangmethoden & Fangplätze
Für viele Angler ist der Karpfen der Angelfisch schlechthin. Man fängt ihn hauptsächlich mit der Grundangel, aber auch Posenfischen und Schwimmbrot führen zum Erfolg. Die Literatur über das Karpfenfischen füllt mittlerweile ganze Bibliotheken.
nicht erreichten und notwendig relativ hohen Durchschnittstemperatur führt das Laichgeschäft nicht immer zu einem Aufwachsen der Brut.
Karpfen können unter optimalen Bedingungen das biblische Alter von 50 Jahren erreichen.
Der größte Teil unserer freilebenden Karpfen entstammt aus Besatzmaßnahmen.

 

Montagen für die moderene Karpfenfischerei

Vorwort:

Viele Karpfenangler sind der Meinung, dass man für jede Situation und Gewässer eine passende Montage benötigt. Für mich sind mittlerweile so viele Montagen auf dem Markt, so dass kaum noch einer einen Durchblick hat. Aus meiner jahrelangen Erfahrung hat sich herauskristallisiert, dass ich zum Fang von Karpfen nur drei von den vielen Montagen benötige, um erfolgreich auf Karpfen zu fischen. Die Materialien die ich hier benenne, habe ich selber im Gebrauch und kann sie auch ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Nun aber möchte ich euch mit ein paar Worten die von mir benutzten Vorfachmaterialien und Montagen näher bringen.

Material für das Vorfach:
Für mich kommen da nur drei Materialien in Frage.

1. Die Illusion Fluorkohlenstoff-Schnur von Fox, sie ist im Wasser praktisch unsichtbar!
Aus diesem Grund verwende ich diese, zum herstellen von Pop-Up Montagen.

2. Krypton - Super Mantis, eine Mischung aus Nylon- und Dyneemafasern. Dieses neue camoufarbene, im Durchmesser extrem dünne, aber dennoch sehr abriebfeste Vorfach, ist genau richtig für das Fischen in hindernisreichen Gewässern auf scheue Karpfen.

3. Krypton - Super Nova.
Ein sehr weiches Material. Wenn ein Karpfen den Köder einsaugt, wird er kaum was von dem Vorfach spüren und daher ideal. Ein sehr fein geflochtenes, sinkendes und dennoch mit einer hohen Knotenfestigkeit hergestelltes Vorfachmaterial.

Zum Schluss, bezogen auf das Material für Vorfächer.
Es ist ein Wald der vielen Vorfachmaterialien und es sind einfach zu viele Hersteller, um auf jedem einzelnen einzugehen. Also, habe ich nur über diese geschrieben, die sich bei mir als sehr gut herauskristallisiert haben. Ich möchte behaupten, wenn man sich an diesem Material Orientiert, so macht man nichts falsch, sondern geht den richtigen Weg.




1. Ich benutze dieses Safety Bolt Rig an Gewässern, wo es sehr hindernisreich ist. Der Vorteil bei dieser Montage liegt zum einen darin, dass man in Kunststoffclips das Blei und Vorfach halbfest einklinken kann. Sollte es jetzt zu einem Schnurbruch kommen, so kann der Karpfen sich besser von der Montage befreien. Oder aber es kommt zu einem verklemmen des Bleies am Gewässergrund. In diesem fall dient der Kunststoffclip als Sollbruchstelle und somit kommt es nicht zum Verlust eines Karpfens sondern nur zum Verlust des Bleies.

2. Inline Montage. Diese ist mein Favorit unter den Montagen, weil ich sie in Handumdrehen von einer Fest-, zu Laufblei-Montage umbauen kann. Das geschieht mit Hilfe eines Stoppers hinter dem Tube. Ich benutze sie für alle meine Ansitze, ob nun mit PopUp, oder sehr kurzem Vorfach, es ist eben mein Favorit. Diese Montage kann man sehr gut auf Weite bringen und die Form des Gewichtes lässt eine Verwicklung der Schnur mit dem Blei kaum zu.

3. Die Heli - Montage benutze ich um damit auf große Entfernung zu Fischen. Sie ist so aufgebaut, dass das Gewicht, Blei am Ende der Hauptschnur, befestigt wird und das Vorfach praktisch als Seitenarm eingehängt wird. Damit wird gewährleistet, dass sich nun beim Auswerfen das Vorfach um die Hauptschnur dreht und es so nicht zum Verwickeln kommen kann. Sehr selten im gebrauch, weil ich lieber ein Boot zum Ausfahren der Montage benutze.

Nun hoffe ich, dass ich so, eine kleine Hilfe sein konnte im Urwald der Montagen. Aus eigener Erfahrung heraus möchte ich behaupten: Das man keine komplizierten Montagen benötigt, um erfolgreich einen Karpfen auf die Abhakmatte legen zu können

Ich wünsche allen ein gutes geling beim Ansitz auf Karpfen.

Gruß Stefan

Meine drei Montagen:

1: Inline Montage

2: Safety Bolt Rig

3: Hekikopter Rig





Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!